Réglage de gain und Impédance réglable 09120097829375 Bei Pro-Ject Audio Systems waren symmetrische Verbindungen bislang der RS-Serie, also der Spitze des Katalogs, vorbehalten. Die Phono Box DS3 B übernimmt mehrere Technologien der Phono Box RS2 (symmetrische Gain-Stufe, passive RIAA-Entzerrung, stufenlose Impedanzanpassung per Potentiometer) und macht sie in einem kompakten, in Europa gefertigten Format zugänglich. Als Nachfolgerin der Phono Box DS2 ergänzt sie XLR-Anschlüsse, eine vollständig diskrete Schaltung ohne Operationsverstärker und ein Dual-Mono-Design. Das „B“ im Namen steht für „Balanced“. Die Gain-Stufe der Phono Box DS3 B arbeitet im vollständig symmetrischen Modus: Das Signal wird in zwei getrennten Signalwegen verarbeitet (Hot und Cold), die jeweils über ihre eigene Verstärkungssektion verfügen. Diese differentielle Verarbeitung ermöglicht die Unterdrückung von Störungen, die während der Übertragung aufgenommen werden, da jedes Rauschen, das beiden Leitern gemeinsam ist, bei der Rekombination des Signals subtrahiert wird. Die gesamte Audioschaltung basiert auf diskreten Bauteilen (Transistoren, Widerstände, einzelne Kondensatoren), ganz ohne Operationsverstärker im Signalweg. Pro-Ject ist nach Jahren vergleichender Hörtests der Auffassung, dass diskrete Schaltungen eine neutralere und dynamischere Wiedergabe bieten als integrierte Schaltungen. Die Zahl der eingesetzten Bauteile liegt deutlich über der eines Phono-Vorverstärkers mit Operationsverstärkern, was die Fertigung komplexer macht, aber auf einen messbaren Qualitätsgewinn abzielt. Auch die RIAA-Entzerrungsstufe ist vollständig passiv und diskret aufgebaut. Die Korrektur ist in unabhängige Sektionen aufgeteilt, ein Ansatz, der eine bessere Impedanzanpassung begünstigt und die Abweichung von der theoretischen RIAA-Kurve reduziert. Pro-Ject gibt eine Genauigkeit von unter 0,25 dB im Bereich von 20 Hz – 20 kHz an, ein Wert, der die DS3 B auf ein Präzisionsniveau bringt, das üblicherweise mit teureren Geräten verbunden wird. Die Phono Box RS2 weist mit ihrer Genauigkeit von ±0,4 dB übrigens eine größere Toleranz bei diesem Parameter auf. Die XLR-Ausgänge profitieren von einer speziellen diskreten Symmetrierstufe, während die RCA-Ausgänge über ihre eigene diskrete Ausgangsstufe verfügen, die direkt vom RIAA-Equalizer gespeist wird. Die beiden Ausgangswege sind unabhängig. Das große Potentiometer an der Front, übernommen von der Phono Box RS2, ermöglicht eine stufenlose Veränderung der Lastimpedanz von 10 bis 1.000 Ohm, ohne Rastungen oder Stufen. Dieses von Pro-Ject Audio Systems patentierte System erlaubt eine transparente Anpassung während der Wiedergabe: Es ist möglich, das Potentiometer während des Hörens einer Schallplatte zu drehen und die Auswirkung der Impedanzänderung auf die Klangwiedergabe sofort wahrzunehmen. Den richtigen Lastwert für ein MC-System zu finden, wird so zu einem empirischen, schnellen und intuitiven Prozess. Für MM-Systeme ist die Impedanz auf 47 kΩ festgelegt. Die Lastkapazität lässt sich in vier Stufen einstellen (50, 150, 300 und 400 pF), was die Mehrheit der am Markt erhältlichen Systeme abdeckt. Der niedrige Wert von 50 pF ist nützlich, um die durch lange oder qualitativ durchschnittliche Signalkabel hinzugefügte Kapazität zu kompensieren. Der Gain ist in sechs Stufen umschaltbar: 40, 45, 50, 55, 60 und 65 dB, mit einem Bonus von 6 dB an den XLR-Ausgängen. Diese feine Abstufung (in 5-dB-Schritten) stellt einen konkreten Vorteil gegenüber der Phono Box S3 B, dem kleineren Bruder, dar, die nur vier Stufen bietet (40, 45, 60 und 65 dB) und einen Sprung von 15 dB zwischen den MM- und MC-Einstellungen erzwingt. Die Zwischenwerte von 50 und 55 dB bei der DS3 B erleichtern die Kombination mit MC-Systemen mittlerer Ausgangsspannung oder Moving-Iron-Systemen (MI) mit niedrigem Ausgangspegel, da der Gain nicht an einen festen MM- oder MC-Modus gebunden ist. Die Phono Box DS3 B akzeptiert zwei Schallplattenspieler gleichzeitig: einen ...